Der Rahmen ist nun soweit vorbereitet, dass er vergoldet werden kann.
Mit dem "Hund" wird die Oberfläche ein letztes Mal feingerieben.
Mit einer stark verdünnten Leimlösung wird der Rahmen überstrichen und anschliessend getrocknet. Das Wasser darf auf keinen Fall kalkhaltig sein.
Mit einer Lösung von wenig Alkohol in Wasser werden die obersten Leimschichten oberflächlich etwas gelöst. Anschliessend wird das Blattgold aufgelegt.
Das Blattgold ist in kleinen Büchlein verpackt und dermassen dünn ausgewalzt und geschlagen, dass es nicht mit den Fingern angefasst werden kann. Es würde reissen. Geschickt bläst es die Vergolderin auf ein spezielles Messer und legt es so auf das Vergolderkissen.
Nun wird es auf die exakt richtige Grösse geschnitten. Auch an die Gehrungen muss es angepasst werden.
Mit Hilfe des Anschiess-Pinsels wird das zugeschnittene Blatt aufgenommen. Damit es an den Marderhaaren des Anschiessers haftet, wird dieser kurz vorher an der eigenen Haut elektrostatisch aufgeladen.
Nun wird es an der exakt richtigen Stelle auf dem nassen Rahmen abgelegt.
Das Gold haftet nun auf der feuchten Oberfläche.